Paranormale Forschung: Wissenschaft oder Hirngespinst?

Der Glaube an Geister ist schon so alt wie die Menschheit selbst. In vielen Kulturen der Erde sind auch heute noch die Geister der Verstorbenen ein fester Bestandteil im Leben. Bereits die Wikinger nutzen Seher oder Seherinnen, um mit den “Wiedergängern” in Kontakt zu treten und gegen 1850 entwickelte sich parallel zur wissenschaftlichen Forschung auch die mediale Szene. In Deutschland ist der Geisterglaube auch noch sehr präsent und so ist es nicht verwunderlich, dass es nicht nur in Amerika und Großbritannien, sondern auch in Deutschland etliche Gruppen und Teams gibt, die sich mit der großen Frage beschäftigen: Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Paranormale Forschung – Nicht erst seit gestern

Bereits in unserem Artikel über Tonbandstimmen , haben wir kurz über die Entstehung der Forschung um das Jahr 1850 berichtet und im Laufe der Zeit haben sich weltweit etliche Gruppen gegründet, die sich mit der Erforschung von Spuk – bzw. Geistererscheinungen etc. beschäftigen. Auch hier in Deutschland. Im Grundsatz arbeiten viele Gruppen auf die gleiche Weise, gehen ähnlich bei Tonaufnahmen und Untersuchungen vor, haben aber auch eigene Methoden entwickelt, um der Forschung das zu entlocken, wonach jede Gruppe strebt: Den Beweis für die Existenz von Geistwesen. Was aber genau ist denn nun ein Beweis und was nicht?

Alles bis auf das kleinste Atom zerlegen

Fakt ist, dass die paranormale Gemeinschaft weltweit größtenteils wissenschaftlich unter Berücksichtigung der Quantenphysik, Metaphysik, Naturgesetze, Psychologie etc. arbeitet. Es gibt verschiedenen Ansätze der Forschung, unter anderem auch Paranormalermittler, die alles bis auf das kleinste Atom zerlegen möchten, um rationale Ursachen auszuschließen, was durchaus auch Sinn machen kann, vor allem wenn man die Arbeit recht skeptisch betrachtet. Ob das Ganze dann noch Spaß macht, sei dahingestellt. Ganz ohne Skepsis geht es natürlich auch nicht, denn wer mit Skepsis arbeitet, der arbeitet gründlich. Dabei sollte man aber die Kirche im Dorf lassen und nicht versuchen, die Kollegen, die auf andere Weise Erfahrungen sammeln konnten, ständig zu verbessern und zu maßregeln. Viele vergessen in diesem Zusammenhang auch den medialen Bereich, der durchaus hilfreiche und zutreffende Informationen hervorbringen kann, die man selbst mit Profiausrüstung nicht wirklich wissenschaftlich beweisen kann. Doch egal in welchem Bereich man sich nun einfindet, eines ist klar: Es gibt keine Experten in diesem Bereich –  weder unter den Hobbyforschern, den medial veranlagten Menschen, den Wissenschaftlern oder gar den Psychologen, auch wenn oft das Gegenteil behauptet wird!

Die Wissenschaft hat keine Gegenbeweise

Gerade in der Zeit um Halloween herum, nutzen die TV Sender gerne den “Gruselfaktor” und füllen ihre Abendprogramme mit Sendungen zum Thema Spuk und Geisterforschung. In solchen Sendungen hört man auch immer wieder Kommentare und Meinungen sogenannter “Experten” oder “Parapsychologen”. Eine kleine Information an dieser Stelle: Es gibt keine Parapsychologen! Parapsychologie ist NUR ein Randgebiet der Psychologie und somit kein Beruf, der diesen Titel rechtlich sichert.
Wie dem auch sei, die Meinungen und Kommentare dieser “Experten” sind wirklich sehr interessant und vielleicht aus psychologischer Sicht auch begründet, aber sie sind auch widersprüchlich. Nehmen wir einmal die Aussage der parapsychologischen Beratungsstelle in Freiburg: Es wurde von einem Fall berichtet, bei dem es in der Familie psychische Probleme gab und dass diese Probleme der Auslöser einer Reihe von “paranormalen Phänomenen” war. Ein Stein wurde wohl durch den Raum geworfen und dieser Vorgang wurde damit begründet, dass ein Kind in der Familie psychische Probleme hat. Soweit verständlich, aber die Frage ist doch: Wie kann man die psychische Energie beweisen, die es dem Kind ermöglicht hat, den Stein zu bewegen? Wie erklärt die Physik diesen Vorgang?  Die Experten nahmen zu dieser Frage natürlich keine Stellung und kommentierten nur, dass es so sei wie es ist.

Was ich damit sagen möchte ist, dass die Wissenschaft viele Ergebnisse der deutschen Paranormalszene anzweifelt, obwohl sie selbst keinen Gegenbeweis dafür hat, warum wir nun Stimmen auf dem Diktiergerät hören. Die Aussage, es handle sich um Wunschdenken oder sei gar selbst erzeugt, möchte ich so nicht stehen lassen. Es gibt durchaus Geisteswissenschaftler, die an die Existenz einer geistigen Welt im Sinne von Geistererscheinungen und paranormalen Phänomenen glauben und auch Geistliche, welche deren Meinung teilen. Betrachtet man nur einmal die Zahl der Gläubigen auf diesem Planeten, deren Glaube an ihren Gott einen Teil ihres Lebens ausmacht, so kann man eines auch von der Paranormalforschung nicht behaupten: Wir sind keine Spinner, genauso wenig wie die Gläubigen und da stelle ich mich selbst als Teil der Szene hinter meine Kollegen!

Anke Carver

Anke Carver

Editor - In - Chief
Paranormalermittlerin und Gründerin der Spirit Hunters Germany®, Gründerin von Paranormal Weirdo. Paranormal Investigator and Founder of the Spirit Hunters Germany®, Creator and Host of Paranormal Weirdo.
Anke Carver

@anke_carver

I'm a small woman in a big world, mother of a special child and a daydreamer. Founder Spirit Hunters Germany and Paranormal Weirdo ❤️🌍
Buon giorno! 🇮🇹@grantswilson 😀 - 12 Stunden ago

1 Comment

  1. Pingback: Meine 3 goldenen Regeln für den Umgang mit skeptischen Menschen – Paranormal Weirdo: ParaBlog

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

− 1 = 1