Burg Frankenstein

Fast jeder kennt die Geschichte von Viktor Frankenstein und seinem erschaffenen Monster. Und jeder kennt auch den weltbekannten Roman “Frankenstein” von Mary Shelley. Doch was ist dran an dieser Geschichte? Gab es das Monster wirklich oder hat die Burg am Ende wohl gar nichts mit dieser Geschichte zu tun?

Die Geschichte der Burg

Die Entstehungszeit der Burg ist nicht genau bekannt, aber die Burg wurde erstmals im Jahre 1252 urkundlich erwähnt. Sie befindet sich südöstlich von Darmstadt auf dem Langenberg und sie blickt auf die Rheinebene herab. Historiker gehen aufgrund von Aufzeichnungen davon aus, dass das Baujahr auf etwa 1240 zurückgeht.

Die Burg hat im Laufe der Zeit so einiges erlebt. Die Frankensteiner erweiterten die Burg um eine Vorburg und modernisierten den Bau um das Jahr 1400, im 16, Jahrhundert wurde wieder viel gebaut und erweitert und verfiel so langsam, bis durch den zerstörerischen Drang von Schatzsuchern nicht mehr viel von der Vorburg übrig blieb. Die Kernburg selbst wurde durch die Geldgier der damaligen Gattin des Burgverwalters zerstört, da sie alles veräußerte, was sie brauchen konnte. Auch Nachbardörfer sorgten für Chaos, denn sie nutzten die Reste der Burg als Steinbruch. Mitte des 19. Jahrhunderts versuchte man die Burg zu restaurieren, aber die Vorgehensweise war fehlerhaft und ungenau.

Die Architektur der Burg

Wenn man heute die Burg besucht, die immer wieder ein beliebter Ausflugsort ist, so kann man heute noch die einzelnen Abschnitte des Baus gut erkennen. Dicke Mauern umgeben die Kernburg mit Zinnen und den Wehrgängen. Dort befanden sich die Wohn- und Wirtschaftsräume, die um einen engen Hof herum angebaut waren. Dort befindet sich auch das Brunnenhaus und der Brunnen ist heute noch erhalten. Später wurde die Burg zum Schutz mit einer Ringmauer versehen und der Innenhof der Burg konnte durch einen Torturm mit Zugbrücke betreten werden. Der Turm ist noch vorhanden, der Graben, der sich um die Burg herum befand ist allerdings zugeschüttet. Am Torturm selbst kann man heute Rollen der Zugbrücke erkennen.

Im 16. Jahrhundert wurde die Vorburg errichtet, da die Kernburg über nicht genügend Platz verfügte. Von der Vorburg ist heute nichts mehr übrig, ausser die Kapelle, die 1474 errichtet wurde und um die später die Vorburg gebaut wurde.

Der unheimliche Konrad Dippel

Wilde Gerüchte kursieren um das Dasein des auf der Burg geborenen Johann Konrad Dippel (1673-1734). Dippel war bekannt als Arzt, Theologe, Alchemist und Anatom und arbeitete nach seinem Studium an der Universität Gießen zunächst als Hauslehrer im Odenwald. Im Laufe seines Lebens reiste er durch die Lande und folgte auch dem Pfad der Alchemie und versuchte Quecksilber in Gold zu verwandeln, was ihm einiges an Ärger einbrachte. Er wurde etliche Male verhaftet und sollte sogar lebenslang in Haft bleiben, als er es wagte, einen hohen Beamten in Dänemark zu verleumden. Die Haft wurde später erlassen und er wurde des Landes verwiesen.

Dippel galt als sehr streitlustig und aufmüpfig, was ihm so einige Türen verschloss. Er wollte die Alchemie aber nicht nur im verborgenen betreiben, sondern sah sie als ernsthafte Wissenschaft an. Er verdiente sich damit auch seinen Lebensunterhalt und stellte aus Fleisch und Knochen von Tieren sein bekanntes Lebenselixier “Dippels Tieröl” her.

Gerüchte wurden laut, dass er auch menschliche Leichname nutzte, um sein Elixier zu gewinnen, was möglicherweise von Mary Shelley aufgenommen wurde und als Grundlage für “Frankenstein” diente. Historische Hinweise deuten stark darauf hin, dass der Roman auf der Burg Frankenstein seinen Ursprung hatte.

Spuk auf der Burg

Neben der Frankenstein-Geschichte gibt es auch zahlreiche Berichte über Spuk und Geistererscheinungen. Auch sollen einige Steine magnetische Wirkung haben und sich auch auf den Körper auswirken. Einige berichten, dass sie am Altar in der Kapelle plötzlich keine Schmerzen mehr verspürten, andere berichteten von plötzlich auftretenden Kopfschmerzen. Es soll vor allem vor dem Tor an einem Baum eine Frau zu sehen sein, die des Nachts dort umher geht.

Es ist also nicht verwunderlich, dass etliche Teams, welche sich mit der paranormalen Forschung beschäftigen, diese Burg schon untersucht haben und es gab durchaus Übereinstimmungen bei den Ergebnissen. Oft wird der Turm im  Zusammenhang mit Empfindungen und Erscheinungen erwähnt, aber auch die Kapelle soll ein aktiver Ort sein.

Auch das Team von Ghost Hunters International, einem Spin-Off der US-amerikanischen TV Show “Ghost Hunters” will dort die Stimme eines Mannes aufgenommen haben, der ihnen den Namen Arbogast verriet. Die Spirit Hunters Germany® untersuchten ebenfalls die Burg, konnten aber weder einen Arbogast ausmachen, noch ist ihnen etwas geisterhaftes dort begegnet. Das Team berichtete aber von Empfindungen wie Übelkeit und dem Gefühl, aus dem Turm gezogen zu werden.

Wer also den Sagen und Mythen der Burg selbst auf den Grund gehen möchte, dem empfehlen wir natürlich einen Besuch der Burg. Doch nicht nur wegen der Geister von Burg Frankenstein ist diese Location einen Besuch wert, sondern auch wegen der schönen Aussicht, der zahlreichen Events und der fantastischen Gastronomie.

Mehr Infos finden Sie auf der Webseite von Burg Frankenstein

Anke Carver

Anke Carver

Editor - In - Chief
Paranormalermittlerin und Gründerin der Spirit Hunters Germany®, Gründerin von Paranormal Weirdo. Paranormal Investigator and Founder of the Spirit Hunters Germany®, Creator and Host of Paranormal Weirdo.
Anke Carver

@anke_carver

I'm a small woman in a big world, mother of a special child and a daydreamer. Founder Spirit Hunters Germany and Paranormal Weirdo ❤️🌍
Buon giorno! 🇮🇹@grantswilson 😀 - 12 Stunden ago

1 Comment

  1. Christa

    19. Oktober 2017 at 9:57

    Sehr interessanter Artikel, werde die Burg besuchen und nach Geistern Ausschau halten.

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